GC32  Austria Cup
 
 
 
 
 
 
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Über 5.000 wassersportbegeisterte Zuseher genossen am Wochenende von 3.-6. Juni die spektakuläre Show der Traunsee Action Days. Ob Wake Boarder, Wake Surfer, Kite-Foiler, Stand UP Paddler oder Motten Segler, die Trendsportler konnten sich am Traunsee so richtig austoben. Trotz dem die Latte für den finalen Tag vom spektakulären Flutlicht-Wake Surf Wettbewerb des Vorabends extrem hoch lag, kamen die Fans des actionreichen Wassersports auch am letzten Tag voll auf ihre Rechnung und trotzten gar den Regenschauer. Neben dem Abschluss des Motten-Segelns, lieferten vor allem die Stand-Up Paddler im Long-Distance Race der SUP Alps Trophy ein spektakuläres Highlight zum Abschluss. Detaillierte Informationen und Ergebnisse finden Sie hier.

Local Hero Stefan Spiessberger im Gespräch

Der österreichische Kite-Surf-Durchstarter Stefan Spiessberger lässt sich die Traunsee Action Days an seinem „Haussee“ natürlich nicht entgehen. „Für mich ist es unbeschreiblich auf meinem ‚home-spot‘ so ein Event erleben zu dürfen.“ schwärmt das Ausnahmetalent aus Ebensee von dem Wassersportspektakel in seiner Heimat. Der Vize-Europameister im Freestyle-Kitesurfen konnte erst kürzlich sein erstes Weltcuprennen gewinnen. Stefan Spiessberger im Gespräch:

 Wie fühlt es sich an als „Local Hero“ die Action Days in deiner Heimat zu besuchen?

Für mich ist es ein unbeschreibliches Gefühl auf meinem Home-spot - wo ich am liebsten Kite - so ein Event zu erleben. Es ist super-cool, dass bei mir „zuhause“ die Österreichische Meisterschaft stattfindet. Der Traunsee ist der perfekte Ort dafür, es ist ein einzigartiger spot zum kiten.

Was macht den Traunsee so einzigartig?

Das Panorama hier mit den Bergen ist einfach unglaublich. Wo hat man schon einen See mitten in den Bergen? Zum Trainieren haben wir die Traun mit einer perfekten Strömung, genau richtig zum Freestylen und zum Tricks lernen. Nirgendwo anders hat man so eine coole Gegenströmung. Das ist einzigartig.

Du hast vor wenigen Wochen dein erstes Weltcuprennen gewonnen, wie ist dir das gelungen?

In Frankreich hat einfach alles gepasst. Vor drei Jahren wurde ich bereits zwei Mal vierter. Dann musste ich zwei Saisonen kämpfen und wurde immer nur neunter. Ich wusste, dass ich ganz vorne mitfahren kann. Gerade In Frankreich war es für mich sehr herausfordernd. Die Bedingungen dort sind ziemlich böig. Es ist aber richtig gut gelaufen und war für mich ein unglaubliches Gefühl am Ende ganz oben auf dem Stockerl zu stehen.

Was hast du anders gemacht, als die zwei Saisonen davor?

Die letzten zwei Saison war ich zu verkrampf und hab viel zu viel nachgedacht. Ich habe mich im Kopf umgestellt und habe wieder versucht den Spaß in den Vordergrund zu stellen und einfach das Kiten zu genießen. Das war das Erfolgsrezept. Ich kite weil ich Spaß haben möchte und blende alles rundherum aus. Zu viel Kopf und zu wenig Leidenschaft funktioniert in dieser Sportart nicht.

Was mach den Reiz am Freesytle-Kiten aus?

Ich habe mit dem Windsurfen begonnen. Dazu war ich aber immer sehr stark vom richtigen Wind abhängig. Während ich aufgrund der Verhältnisse pausieren musste, entdeckte ich andere Kiter und wollte es dann auch unbedingt lernen. Ich habe mir schnell ein Kite gekauft und bin unglaublich schnell reingekommen. Ich bin total in diesen Sport reingekippt. Es ist dann einfach passiert, dass ich Profi wurde, das habe ich nicht geplant.

Du bist Teil der Energie AG Sport Familie – wie kann man sich das genau vorstellen?

Die Energie AG Sport Familie ist eine richtig tolle Geschichte. Sportler aus Oberösterreich, die aus unterschiedlichsten Sportarten kommen (z.B. Skispringer, Skifahren, Kanu, Schwimmen, etc.) werden von der Energie AG toll unterstützt. Wir haben zwei-drei Sportfamilientreffen im Jahr.  Da geht es sehr locker und entspannt zu. Es ist echt cool sich mit Sportlern aus den verschiedensten Bereichen austauschen zu können und zu plaudern wie ihr Training abläuft. Man bekommt auch gute Tipps, wie man z.B. den Kopf am besten ausschalten kann um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das ist echt einiges Wert. Man kommt ein bisschen raus aus der eigentlichen Kiter-Szene.

Welchen Stellenwert hat das Kiten in Österreich?

Da ist richtig was los in Österreich. Eigentlich haben wir außer dem Traunsee und den Neusiedlersee eher wenig spots zum Kiten. Trotzdem ist die Kiterszene sehr groß. Es ist für mich toll zu sehen, wenn Junge Leute zu mir kommen und sagen, dass sie kite-surfen cool finden und auch damit anfangen möchten.  Kite-surfen gibt es erst seit 15 Jahren. Die Sportart ist mittlerweile richtig groß und wächst sehr schnell. Bald werden die Seen für uns zu klein werden. Es ist richtig cool zu sehen, dass dieser Sport in einem Binnenland wie Österreich so beliebt ist. Fast jeder kennt diese Sportart bereits.

Sehen die die Zuseher der Traunsee Actiondays dieses Wochenende im Einsatz?

Ich bin auf jeden Fall bei den österreichischen Meisterschaften mit dabei. Wir sind hier zwei österreichische Profis. Ich will mir unbedingt den Titel auf meinem „home-spot“ holen.

Auf was freust du dich am Meisten?

Mein persönliches Highlight wäre einen guten Wind zu bekommen. Es wäre richtig genial den Contest unter optimalen Bedingungen fahren zu können.

Warum sollten die Leute die Traunsee Action Days besuchen?

Es ist sicher immer etwas los im Wasser und auch am Land. Es sind so viele verschiedene Events. Wakeboarder, Segler, SUP und ein geniales set-up am Strand. Es ist total ungewohnt, normarlweise bin ich hier immer fast alleine – an diesem Wochenende ist der See aber voll, das freut mich sehr. Es ist immer etwas los und  man kann auch gut am Strand einfach abhängen und chillen.